Alle Bauformen tun dasselbe: Sie richten Wasser auf eine Stelle, die man sonst trocken abreibt. Sie unterscheiden sich nur darin, wie viel Bad sie dafür brauchen.
Das klassische Bidet ist ein eigenes Keramikbecken mit eigenem Anschluss, etwa 70 auf 40 Zentimeter, meist neben der Toilette. Man setzt sich darauf. Das ist die Form, die den Namen trägt – und die, die in einem deutschen Standardbad nicht mehr unterkommt.
Das Dusch-WC ist eine Toilette mit eingebauter Düse. Eine Keramik statt zwei, dafür Technik im Inneren und ein Preis, der eher in eine Badrenovierung fällt als in einen Einkauf.
Der Bidet-Aufsatz liegt zwischen Keramik und Toilettensitz. Die Düse schwenkt bei Bedarf ein, das Wasser kommt vom Eckventil, an dem schon der Spülkasten hängt. Kein neues Rohr, keine neue Keramik.
Die mobile Po-Dusche ist eine Flasche mit Düse, die man selbst befüllt. Sie braucht gar nichts – kein Ventil, keinen Schlauch, keine feste Toilette.
Warum es hier verschwand: Deutsche Bäder wurden nach dem Krieg kleiner, und ein Bidet kostet einen Quadratmeter. Wo Platz knapp ist, fällt das Becken weg, das man für verzichtbar hält. Nicht das Wasser war das Problem, sondern das zweite Becken. Genau deshalb sind die drei Nachrüstformen entstanden.