Kurz gesagt
Einen Bidet-Aufsatz rüstet man meist selbst nach: Sitz ab, Aufsatz dazwischen, an Eckventil und Sitz anschließen. Werkzeug: überschaubar.
Was uns als normal verkauft wurde
„Sowas muss ein Installateur machen.“ Also schrecken viele vor der Nachrüstung zurück, obwohl sie kaum aufwendiger ist als ein Toilettensitz-Wechsel.
Die ehrliche Erklärung
Ein Bidet-Aufsatz kommt zwischen Keramik und Toilettensitz. Der vorhandene Sitz wird abgeschraubt, der Aufsatz aufgelegt, der Sitz wieder darüber montiert. Das Wasser holt sich der Aufsatz am Eckventil, an dem schon der Spülkasten hängt – über ein T-Stück dazwischen.
Nötig sind meist nur ein Schraubendreher und die mitgelieferten Teile. Passt der Aufsatz zur Toilettenform, dauert es eine halbe Stunde. Wichtig ist, Toilettenform und Lochabstand vorher zu kennen.
Was man oft hört – und was stimmt
„Dafür braucht man einen Klempner.“
Meist nicht. Es ist Sitzwechsel plus Wasseranschluss am Eckventil.
„Man muss die Wand aufstemmen.“
Nein. Es wird nichts baulich verändert.
„Das passt auf jede Toilette.“
Fast. Form und Lochabstand sollte man vorher prüfen.
„Das hält nicht dicht.“
Bei korrekter Montage doch. Dichtungen liegen bei.
Einordnung
Nachrüsten heißt: Sitz ab, Aufsatz dazwischen, Wasser vom Eckventil. Kein Umbau, kein Fachbetrieb nötig – nur die richtige Passform.