Es gibt drei Wege, und nur einer davon verlangt eine neue Toilette.
Nachrüsten mit einem Aufsatz. Er liegt zwischen Keramik und Toilettensitz. Das Wasser kommt über ein T-Stück vom Eckventil, an dem schon der Spülkasten hängt. Werkzeug: meist ein Schraubendreher. Alles lässt sich rückstandsfrei zurückbauen, deshalb geht das auch in der Mietwohnung. Ohne Strom kommt das Wasser kalt aus der Leitung. Mit Strom wird es im Gerät erwärmt – dann braucht es eine Steckdose in Reichweite.
Neu kaufen: ein Dusch-WC. Eine komplette Toilette mit eingebauter Technik. Die alte Keramik kommt raus, meist wird ein Stromanschluss direkt am WC gebraucht, und die Montage ist eher etwas für einen Fachbetrieb. Das kostet ein Vielfaches eines Aufsatzes.
Gar nichts umbauen: die mobile Po-Dusche. Eine Flasche mit Düse, die man selbst befüllt. Kein Anschluss, keine Montage.
Wann sich neu kaufen lohnt: wenn die Toilette ohnehin defekt oder alt ist, wenn das Bad gerade saniert wird oder wenn man keinen sichtbaren Schlauch und kein Bedienteil am Sitz möchte. In allen anderen Fällen ist Nachrüsten der kürzere Weg zum selben Ergebnis.
Vor dem Nachrüsten prüfen: die Form der Keramik, den Abstand der Befestigungslöcher und ob das Eckventil erreichbar ist. Das dauert zwei Minuten.