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Verstopfung in der Schwangerschaft – woran liegt das?

Veröffentlicht: 24.08.2026 1 Min. Lesezeit
Kurz gesagt

Verstopfung in der Schwangerschaft ist häufig und hat einen klaren Grund: Hormone bremsen den Darm. Weicher Stuhl und weniger Pressen helfen.

Was uns als normal verkauft wurde

Verdauung gilt als reine Willens- oder Ernährungssache. Also fühlen sich viele Schwangere selbst schuld, obwohl die Ursache hormonell ist.

Die ehrliche Erklärung

Das Hormon Progesteron entspannt in der Schwangerschaft die Muskulatur – auch die des Darms. Der Darm arbeitet langsamer, entzieht mehr Wasser, der Stuhl wird härter. Später drückt zusätzlich die Gebärmutter auf den Darm. Eisenpräparate verstärken das oft.

Das ist Biologie, kein Versagen. Gegensteuern kann man mit Ballaststoffen, viel Trinken, Bewegung – und indem man das Pressen vermeidet, das sonst Hämorrhoiden begünstigt.

Was man oft hört – und was stimmt

„Das ist nur Einbildung.“
Nein. Progesteron bremst den Darm messbar.

„Einfach mehr pressen.“
Falsch. Pressen fördert Hämorrhoiden, löst aber nicht die Ursache.

„Abführmittel sind immer okay.“
Nicht ungefragt. In der Schwangerschaft nur nach Rücksprache.

„Eisen hat damit nichts zu tun.“
Doch. Eisenpräparate verstärken die Verstopfung oft.

Einordnung

Verstopfung gehört für viele zur Schwangerschaft. Sie kommt von Hormonen und Druck, nicht von Disziplin. Weicher Stuhl und wenig Pressen sind der Hebel; Medikamente nur nach Rücksprache.

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