Veröffentlicht: 12.08.2026
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Kurz gesagt
Hämorrhoiden in der Schwangerschaft sind häufig und meist harmlos. Druck und Hormone sind schuld, nicht mangelnde Hygiene.
Was uns als normal verkauft wurde
Über Hämorrhoiden schweigt man, in der Schwangerschaft erst recht. Also denken viele, sie hätten etwas falsch gemacht.
Die ehrliche Erklärung
In der Schwangerschaft steigt der Druck im Becken: das wachsende Kind, mehr Blutvolumen und Hormone, die das Bindegewebe weicher machen. Die Venen am After weiten sich leichter – das sind Hämorrhoiden. Dazu kommt oft Verstopfung, die zum Pressen verleitet, was den Druck weiter erhöht.
Es ist ein mechanisches Problem der Umstände, keine Frage von Sauberkeit. Reinigung mit Wasser statt trockenem Papier reizt die empfindliche Stelle weniger.
Was man oft hört – und was stimmt
„Das kommt von schlechter Hygiene.“
Nein. Es kommt von Druck und Hormonen.
„Nach der Geburt bleibt das für immer.“
Meist nicht. Vieles bildet sich zurück.
„Pressen hilft, damit es schneller geht.“
Falsch. Pressen macht es schlimmer.
„Da kann man nichts tun.“
Doch. Weicher Stuhl, wenig Pressen, sanfte Reinigung.
Einordnung
Hämorrhoiden gehören für viele zur Schwangerschaft dazu. Entscheidend ist, den Druck zu senken – nicht, sich zu schämen. Bei starken Schmerzen oder Blutungen zur Hebamme oder Ärztin.