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Wochenfluss – wie lange dauert er, und was ist normal?

Veröffentlicht: 17.09.2026 1 Min. Lesezeit
Kurz gesagt

Der Wochenfluss ist das Wundsekret der heilenden Gebärmutter. Er dauert meist vier bis sechs Wochen und wird dabei weniger und heller. Wird er wieder deutlich stärker, riecht er übel oder kommt Fieber dazu, gehört das zur Hebamme oder in die Praxis.

Was uns als normal verkauft wurde

Dass die Blutung nach der Geburt nach ein paar Tagen vorbei ist, ungefähr wie eine Periode. Viele sind überrascht, wie lange es dauert und wie viel es anfangs ist. Nicht, weil etwas falsch läuft, sondern weil vorher niemand davon erzählt hat.

Die ehrliche Erklärung

Woher er kommt. Wo die Plazenta saß, bleibt in der Gebärmutter eine Wundfläche zurück. Sie heilt über Wochen, und was dabei abfließt, ist der Wochenfluss: Blut, Gewebereste, Schleim.

Wie viel. In den ersten Tagen ist er am stärksten, oft stärker als eine kräftige Periode. Danach nimmt er Tag für Tag ab. Beim Stillen kann er kurz zunehmen, weil sich die Gebärmutter dabei zusammenzieht.

Wie lange. Meist vier bis sechs Wochen, bei manchen kürzer, bei manchen etwas länger. Nach einem Kaiserschnitt ist er oft etwas schwächer, dauert aber ähnlich lang.

Was im Alltag hilft. Binden statt Tampons, weil die Wunde offen ist. Die Binden oft wechseln. Zum Reinigen reicht klares, lauwarmes Wasser – Seife, Intimsprays und Spülungen der Scheide lässt man weg.

Wann man sich meldet: wenn der Wochenfluss nach Tagen des Abnehmens plötzlich wieder deutlich stärker und hellrot wird, wenn er übel riecht, bei Fieber, bei starken Schmerzen im Unterbauch oder wenn er plötzlich ganz aufhört und dabei Schmerzen oder Fieber auftreten.

Was man oft hört – und was stimmt

„Nach zwei Wochen muss es vorbei sein.“
Nein. Bis zu sechs Wochen sind üblich.

„Tampons sind praktischer.“
Im Wochenbett nicht. Solange die Wunde heilt, sind Binden der sichere Weg.

„Er ist bei allen gleich stark.“
Nein. Menge und Dauer schwanken deutlich von Frau zu Frau.

„Wenn er aufhört, ist alles verheilt.“
Die Blutung endet, die Rückbildung dauert länger. Die Nachsorge gehört trotzdem dazu.

Einordnung

Der Wochenfluss ist lang, er ist anfangs viel, und er ist normal. Entscheidend ist nicht die einzelne Woche, sondern die Richtung: weniger und heller ist gut.

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