Die Herkunft des Bidets: Vom 'kleinen Pferd' zur modernen Intimhygiene
Bidetlity Redaktion·26. Nov. 2024·3 Min. Lesezeit
Für Eilige
Bidet heißt auf Französisch „kleines Pferd“, weil man sich früher darauf setzte wie in den Sattel. Vom Luxusmöbel des 17. Jahrhunderts über Italien und die Türkei bis zur Po-Dusche: die Geschichte der Reinigung mit Wasser.
Wusstest du, dass Bidet im Französischen „kleines Pferd“ bedeutet? Diese ungewöhnliche Bezeichnung stammt aus der Anfangszeit des Bidets. Ursprünglich war das Bidet auf einem Gestell montiert, auf das man sich ähnlich wie auf ein Pferd setzen musste. Daher die Assoziation mit dem Reiten.
Was ist ein Bidet – und was heißt das Wort auf Deutsch?
Ein Bidet ist ein flaches Becken, mit dem du dich nach dem Toilettengang untenrum mit Wasser reinigst statt mit Papier. Auf Deutsch heißt das Wort wörtlich „kleines Pferd“ – das Prinzip gibt es heute auch als Aufsatz für die Toilette oder als Po-Dusche.
Im Laufe der Jahrhunderte hat sich die Form des Bidets stark verändert – vom aufwendigen Möbelstück zum fest installierten Hygieneelement im Badezimmer. Heute gibt es Dusch-WCs und Aufsätze für das Klo, das schon da ist. Das Wort heißt weiterhin „kleines Pferd“ – in Deutschland wischt man trotzdem meist mit Papier.
Die Geschichte des Bidets: Ursprung und Entwicklung
Obwohl Bidets heute besonders in Italien und Portugal verbreitet sind, stammen die ersten bekannten Modelle aus Frankreich. Bereits Ende des 17. Jahrhunderts wurde das Bidet dort erwähnt. Ein Möbelhersteller soll das erste Exemplar gefertigt haben, auch wenn weder der genaue Zeitpunkt noch der Name überliefert sind.
Ein Sanitärmöbel mit Geschichte
Das Bidet war zunächst ein Luxusobjekt für die Oberschicht. Es wurde oft im Schlafzimmer platziert und galt als Zeichen von Sauberkeit und Raffinesse. Mit der Zeit etablierte sich das Bidet in der Badezimmerkultur – zumindest in Teilen Europas.
Intimhygiene weltweit: Wasser statt Papier
Türkei – Das Taharet-System
In der Türkei gehört die Reinigung mit Wasser zur religiösen und kulturellen Norm. Das sogenannte Taharet-Musluğu ist ein integrierter Wasserhahn oder eine Düse an der Toilette, mit der der Intimbereich direkt nach dem Toilettengang gereinigt wird.
Japan – Hightech-Washlets
Japan ist bekannt für seine technologischen Innovationen – auch auf der Toilette. Washlets bieten eine Kombination aus beheiztem Sitz, Warmwasserdusche, Föhn, Musik und sogar Lichteffekten. Hier wird Hygiene mit Komfort verbunden.
Südostasien – Bidet-Schläuche im Alltag
In Ländern wie Thailand, Myanmar, Kambodscha und Laos ist der Bidet-Schlauch Standard. Neben der Toilette angebracht, ermöglicht er eine gründliche Reinigung mit Wasser – einfach und effektiv.
Intimhygiene in der Antike: Reinigung mit Wasser damals
Bereits im alten Ägypten, Griechenland und im Römischen Reich war die Reinigung mit Wasser etabliert. Öffentliche Bäder, Aquädukte und private Waschgelegenheiten zeugen von einem hohen Hygienebewusstsein.
Mit dem Zusammenbruch der römischen Infrastruktur verschwanden auch viele Kenntnisse über Wasserhygiene. Vor allem im Byzantinischen Reich und in der arabischen Welt blieb die Badekultur lebendig und wurde über Spanien und Portugal in Teilen Europas weitergetragen.
Religion und Körperpflege: Warum sich das Bidet in Deutschland nicht durchsetzte
In christlich geprägten Regionen Europas, insbesondere in protestantischen Ländern wie Deutschland, der Schweiz und den Niederlanden, wurde Körperpflege lange Zeit als überflüssiger Luxus angesehen. Eine verbreitete Erklärung lautet: Ausgiebige Körperpflege galt dort als Luxus oder gar als anrüchig. Das Bidet hatte da schlechte Karten.
Stattdessen etablierte sich Toilettenpapier als Standard – bis heute.
Moderne Intimhygiene: Die Rückkehr der Po-Dusche
Wasser spült, Papier reibt und verteilt. Deshalb fühlen sich viele nach der Reinigung mit Wasser sauberer – und die Haut hat weniger zu leiden. Angenehmer, wenn die Haut ohnehin gereizt ist.
Bidetlity: Saubere Lösung für zuhause
Mit der Intimdusche von Bidetlity kannst du die Vorteile des Bidets ganz ohne aufwendige Installation nutzen. Kein zweites Becken, keine Feuchttücher. Nur Wasser, am Klo, das du schon hast.
Die Geschichte des Bidets zeigt: Die Reinigung mit Wasser ist keine moderne Erfindung, sondern eine weltweit bewährte Praxis mit tiefen kulturellen Wurzeln. Deutschland hat sie eine Weile übersprungen. Das lässt sich ändern.
Häufige Fragen
Was bedeutet Bidet?
Bidet ist Französisch und heißt kleines Pferd. Man saß früher rittlings darauf, wie im Sattel. Nur das Ziel war ein anderes.
Was ist ein Bidet?
Ein Becken, in dem man sich untenrum mit Wasser wäscht. Früher ein Möbelstück auf einem Gestell, heute fest im Bad installiert – oder als Aufsatz und Po-Dusche.
Woher kommt das Bidet?
Aus Frankreich, erwähnt wurde es dort Ende des 17. Jahrhunderts. Anfangs war es ein Luxusobjekt der Oberschicht und stand oft im Schlafzimmer.
Wer hat das Bidet erfunden?
Das weiß niemand genau. Ein französischer Möbelhersteller soll das erste gebaut haben, sein Name ist nicht überliefert.
Warum gibt es in Deutschland kaum Bidets?
Eine gängige Erklärung: In protestantisch geprägten Regionen galt ausgiebige Körperpflege lange als Luxus. Also blieb es beim Papier. Bis heute.