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Warum reden wir nicht über den Po?

Veröffentlicht: 12.08.2026 1 Min. Lesezeit
Kurz gesagt

Weil wir Ausscheidung mit Scham verknüpft haben. Der Po ist nicht eklig – nur unbesprochen.

Was uns als normal verkauft wurde

Alles „untenrum“ gilt als peinlich. Also schweigen wir, machen Witze oder tun, als gäbe es das Thema nicht.

Die ehrliche Erklärung

Scham ist erlernt, nicht angeboren. Kinder haben kein Problem mit dem Thema; es wird ihnen antrainiert. Die Folge: Wir wissen über den Po weniger als über fast jeden anderen Körperteil, obwohl wir ihn täglich benutzen.

Dieses Schweigen hat Kosten. Beschwerden werden verschwiegen, Arztbesuche verschoben, schlechte Gewohnheiten nie hinterfragt. Reden entzieht der Scham die Grundlage. Der Körper ist Mechanik, kein Skandal.

Was man oft hört – und was stimmt

„Über sowas spricht man nicht.“
Doch. Schweigen schützt niemanden, es isoliert nur.

„Das ist eklig.“
Nein. Ekel ist eine Gewohnheit, keine Tatsache.

„Andere haben solche Probleme nicht.“
Doch. Sie reden nur nicht darüber.

„Reden ändert nichts.“
Doch. Es senkt die Hemmschwelle, rechtzeitig zum Arzt zu gehen.

Einordnung

Der Po ist nicht das Problem, das Schweigen ist es. Wer darüber redet, nimmt der Scham die Macht – und trifft bessere Entscheidungen.

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