Was für ein Sitzbad spricht. Warmes Wasser entspannt, und viele empfinden es bei Schwellungen und Wundschmerz als angenehm. Es reinigt ohne Reiben.
Was dagegen spricht. Die Wunde liegt dabei in stehendem Wasser, das schnell nicht mehr sauber ist. Zu lange eingeweicht, wird Gewebe weich und empfindlich. Und die Sitzwanne muss jedes Mal gründlich sauber sein.
Die Zusätze. Kamille kann austrocknen und bei manchen allergische Reaktionen auslösen. Gerbende Zusätze wie Eichenrinde trocknen die Haut stark aus. Salz und ätherische Öle können auf offener Haut brennen. Nichts davon ist nötig, damit das Wasser seinen Zweck erfüllt.
Wenn, dann so: klares, lauwarmes Wasser, frisch für jedes Bad, nur wenige Minuten, danach sanft abtupfen und an der Luft trocknen lassen. In den ersten Tagen, bei starkem Wochenfluss oder frischen Nähten vorher mit der Hebamme absprechen.
Die Alternative: Wasser, das über den Intimbereich läuft statt drumherum steht. Es reinigt genauso, ohne dass die Wunde im Wasser liegt – und es geht bei jedem Toilettengang, nicht nur, wenn Zeit für ein Bad ist.