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Dammriss und Naht – Pflege im Wochenbett

Veröffentlicht: 31.08.2026 1 Min. Lesezeit
Kurz gesagt

Eine Dammnaht heilt am besten mit Wasser, Luft und Ruhe. Reiben, Seife und Druck verzögern; Kühlen und Schonen hilft.

Was uns als normal verkauft wurde

Über den Dammriss spricht kaum jemand vor der Geburt. Also stehen viele danach ratlos vor einer Wunde an der empfindlichsten Stelle.

Die ehrliche Erklärung

Ein Dammriss oder -schnitt wird genäht und heilt in der Regel innerhalb weniger Wochen. Die Fäden lösen sich meist von selbst. Die Wunde liegt genau dort, wo Wischen und Druck wehtun. Deshalb ist Wasser die schonendste Reinigung: lauwarm abspülen statt trocken wischen, danach vorsichtig trocken tupfen.

Kühlen lindert Schwellung und Schmerz, Luft fördert die Heilung. Vermeiden sollte man Seife auf der Naht, starkes Pressen und langes Sitzen auf hartem Untergrund.

Was man oft hört – und was stimmt

„Die Naht muss man desinfizieren.“
Nein. Klares Wasser reicht, Desinfektion reizt.

„Trockenes Papier ist am hygienischsten.“
Nein. Es zieht an der Naht. Wasser ist schonender.

„Man muss die Fäden ziehen lassen.“
Meist nicht. Sie lösen sich in der Regel selbst auf.

„Schmerzen beim Sitzen sind egal.“
Ein Sitzring und Kühlen helfen; zunehmender Schmerz oder Rötung gehören zur Hebamme.

Einordnung

Eine Dammnaht braucht wenig: Wasser, Luft, Ruhe und etwas Kühlung. Bei Rötung, Eiter, Fieber oder starkem Schmerz zur Hebamme oder Ärztin.

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