Die Frage hat zwei ehrliche Antworten, je nachdem, was gemeint ist.
Ohne neuen Anschluss: Das ist der Normalfall. Hat die Toilette einen sichtbaren Spülkasten, kommt dessen Wasser über ein kleines Ventil an der Wand – das Eckventil. Zwischen Ventil und Spülkasten wird ein T-Stück gesetzt, der Aufsatz hängt daran mit. Beim Wand-WC steckt der Spülkasten in der Wand, einen erreichbaren Anschluss gibt es neben der Toilette dann nicht. Das T-Stück sitzt in dem Fall am Eckventil unter dem Waschbecken, ein längerer Schlauch läuft zur Toilette. Kein neues Rohr, keine Wand, kein Fachbetrieb. Werkzeug: meist ein Schraubendreher.
Ohne jeden Anschluss: Dann bleibt nur die mobile Po-Dusche – eine Flasche mit Düse, die man selbst befüllt. Sie braucht kein Ventil, keinen Schlauch und keine feste Toilette. Das ist die Lösung für Reisen, für Bäder ohne erreichbares Ventil oder wenn man es erst ausprobieren will.
Kalt oder warm: Das hängt von der Bauart ab. Geräte, die nur Kaltwasser nutzen, liefern Leitungstemperatur, je nach Jahreszeit etwa 8 bis 15 Grad – kühl, aber nicht eiskalt. Geräte ohne Strom, die warm und kalt mischen – zum Beispiel unser New Standard –, brauchen zusätzlich die Warmwasserleitung, die meist ebenfalls unter dem Waschbecken liegt. Geräte mit eigenem Durchlauferhitzer – zum Beispiel unser Deluxe – brauchen nur Kaltwasser und eine Steckdose.
Ein fest montierter Aufsatz, der ganz ohne Wasserleitung auskommt, existiert nicht. Wer so etwas angeboten bekommt, hat entweder einen Tank vor sich, der ständig nachgefüllt werden muss, oder eine Produktbeschreibung, die „ohne Wasseranschluss“ meint im Sinne von „ohne neuen Wasseranschluss“.